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Das Projekt

Elektromobilität im Tourismus

Großer Feldversuch im Projekt "eE-Tour Allgäu".

Fast 200.000 Kilometer elektrisch unterwegs

Das Pilotprojekt eE-Tour Allgäu stellte die größte, heterogene E-Flotte Deutschlands mit über 50 elektrischen Fahrzeugen. Touristen und Einheimische konnten diese Fahrzeuge bei teilnehmenden Hotels, Kurverwaltungen oder CarSharing Unternehmen mieten, um das schöne Allgäu auf umweltschonende Weise zu erkunden.  Um unterwegs aufladen zu können, wurde zudem eine öffentliche Ladeinfrastruktur mit 17 Ladestationen installiert.

Neben dem Angebot, Elektrofahrzeuge jederzeit selber zu nutzen, wurden verschiedene Studien zum Mobilitätsverhalten durchgeführt, um künftige Mobilitätskonzepte gezielt nach den Bedürfnissen und Erwartungen der potentiellen Nutzer entwickeln zu können. Dazu gehörte auch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit, um Vorurteile gegenüber der Elektromobilität zu verringern und die Bevölkerung für die Herausforderungen der Mobilität der Zukunft zu sensibilisieren.

Das zukunftsorientierte, im Projekt entwickelte Computersystem in den Fahrzeugen berechnete dem Fahrer mit Hilfe eines energetischen Algorithmus die beste, ökologische Route und zeigte in Echtzeit die Reichweite zur nächsten Ladesäule an. So wurde Elektromobilität zur Lösung für den Alltag. Mit Begeisterung wurden fast 200.000 km mit Strom aus CO2-neutraler Wasserkraft gefahren und gleichzeitig wertvolle Testdaten gewonnen.

Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen konnte so eine Einsparung von CO2 gegenüber konventionellen Fortbewegungsmitteln erreicht werden. Gerade in der touristisch geprägten Region Allgäu mit seinen vielen Luftkurorten und Naturschutzgebieten sind die Reinhaltung der Luft und die Reduzierung der Lärmbelastung von großer Bedeutung.

 

Entwicklung intermodaler Verkehrskonzepte

Das Angebot intermodaler Verkehrskonzepte mit Pedelec, Segway, Elektro-Roller, Elektro-Auto im Alltag und Hybrid-Traktor in der Landwirtschaft in Kombination mit Bahn, Flugzeug und konventionellen Fahrzeugen machten die Elektromobilität spannend und demonstrierte einen erfolgreichen Ansatz für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft im Allgäu. In dem neuen Forschungsprojekt ‚econnect Germany’ wird dieser Ansatz seit Januar 2012 weiterentwickelt.

Unter der Schirmherrschaft des BMWi forschten so 10 Partner im Allgäu, das durch Deutschlands höchste PV-Anlagen-Dichte geprägt ist. Mit dem Gesamtsystem wurden die Zuverlässigkeit sowie der Komfort der Elektromobilität und damit die Akzeptanz erhöht. Durch die gute, regionale Vernetzung von Politik, Industrie und Forschung konnte das vorhandene Potenzial erschlossen und der Industrie bereits wertvolle Technologie-Impulse vermittelt werden.

 

Die Zukunft der Elektromobilität im Allgäu

Die aus eE-Tour Allgäu entstandenen, neuen Forschungsprojekte (IRENE, ZALM, econnect Germany) und Kooperationen (Forum Elektromobilität Allgäu) stellen wichtige Weichen für eine erfolgreiche Zukunft, um weiterhin eine der aktivsten Regionen Deutschlands im Bereich der Elektromobilität zu bleiben. Somit werden Innovationen in Deutschland weiter vorangetrieben und das Allgäu kann seine gute Position im Bereich der Elektromobilität festigen.

Die jetzt bekannten und noch zu beforschenden Details der Elektromobilität motivieren die Projektpartner weiterhin an innovativen Lösungen für eine elektromobile, umweltfreundliche Zukunft zu arbeiten und die Lebensqualität im ländlich geprägten Allgäu nachhaltig zu steigern.

Mittelfristig sollen zudem neue Geschäftsmodelle im Bereich der Elektromobilität neue Märkte erschließen, zu neuen Umsätzen führen und damit die regionale Wirtschaft nachhaltig stärken. Um dem Kunden dabei weiterhin eine überregionale Mobilität gewährleisten zu können, sind allerdings internationale Kooperationen notwendig, wie sie bereits bei eE-Tour Allgäu begonnen wurden (‚Vlotte’ in Österreich, ‚ladenetz.de’ in Deutschland, ‚Ich tanke Strom’ in Deutschland und weitere).

Ergebnisbuch eE-Tour Allgäu

eE-Tour Allgäu wurde am 30. September 2011 erfolgreich abgeschlossen. Zum Projekt gibt es jetzt ein Ergebnisbuch mit Erfahrungen und Resultaten von den 10 beteiligten Projektpartnern.

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